Michael Erle
14.08.1997

Auf verwachsenen Pfaden

Vom Sprollenhaus im Enztal über Kaltenbronn nach Langenbrand

In den BNN erschienen am: 14.08.1997

Wer gerne abenteuerliche verwachsene Pfade abseits der gewohnten Wege liebt und einen guten Orientierungssinn hat, wird an dem heutigen Wandertipp seine besondere Freude haben. Für Wanderfreunde, die es lieber etwas bequemer haben möchten, gibt es immer einfachere Alternativstrecken. Wir können uns auf großartige Landschaftseindrücke freuen: das wildromantische Kegelbachtal, das Kaltenbronner Hochmoor mit dem Hohlohsee und dem Hohlohturm, der Felsengrat der Hohen Schar oder die schönen Seitentäler der Murg mit ihren malerischen Heustadeln. Um zum Ausgangsort zu gelangen, fahren wir mit dem IRE ab Karlsruhe 10.05 oder 12.05 bis Pforzheim, weiter mit der S6 bis Bad Wildbad Kurpark und weiter mit Bus F17 (Sa/So) bzw. Bus 7780 (Mo-Fr) bis Sprollenhaus Schule (Stand 2017). Als Fahrkarte kommt die KVV- Regiokarte X in Frage.

 

 

Von der Bushaltestelle aus laufen wir in Fahrtrichtung die Straße bergab zur nächsten Kreuzung, geradeaus über die Kegelbachbrücke und biegen rechts ab, nun für die nächsten 1 ½ Stunden der gelben Raute und den Schildern „Kaltenbronn“ und „Hohloh“ folgend durch das schöne Kegelbachtal. Nach etwa 15 Minuten auf breitem Schotterweg beim nächsten Wegweiser haben wir die Wahl: Entweder bleiben wir geradeaus auf dem bequemen, allerdings etwas eintönigen Schotterweg, oder anspruchsvoller und spannender: wir biegen rechts ab („Kegelbachweg“), wandern am Sportplatz vorbei geradeaus auf einem Waldweg und weiter, immer den etwas spärlichen Zeichen nach, auf sehr holprigem und teilweise wild verwachsenem Fußpfad, in stetigem Auf und Ab immer auf der in Laufrichtung rechten Bachseite, halten uns, wenn wir auf einen Querweg treffen, links in Bachnähe, überqueren nach einer guten halben Stunde auf einer Holzbrücke den Bach und gelangen auf grasigem Weg wieder auf den breiten Talweg zurück. Nun geht’s bequemer weiter („Kaltenbronn 2,4km“), immer leicht bergan zum Kaltenbronn und Richtung „Hohlohturm“ auf der Straße am Busparkplatz vorbei (Kürzungsmöglichkeit, Busverbindung nach Bad Wildbad oder Gernsbach bis mindestens ca. 17.30 Uhr) zum Hotel/Gasthaus Sarbacher (Einkehrmöglichkeit).

 

Beim Hotel sehen wir die Markierung des Mittelweges (rote Raute mit weißem Strich, „Hohloh 1km“), sie wird für die nächste ¾ Stunde unser Begleiter sein. Wir laufen noch etwa 300 Meter auf der Straße weiter, biegen links ab („Hohlohsee 0,6km“) und wandern hinauf, zum Schluss auf einem Bohlenweg, zum Hohlohsee. Der kleine, immer mehr verlandende See liegt inmitten des Naturschutzgebietes Kaltenbronner Hochmoor. Wir laufen geradeaus weiter zum Hohlohturm (herrliche Aussicht auf den nördlichen und mittleren Schwarzwald), biegen scharf links ab und folgen der Mittelwegmarkierung zur Prinzenhütte, wo es nach rechts weiter geht (Westwegmarkierung rote Raute, „Forbach 5,8km“). Nach 800 Metern auf breitem Weg gelangen wir zur kleinen Hütte „Rheintalblick“.

 

Nun bieten sich zwei Varianten an. Die erste, einfachere Möglichkeit: man folgt bis zum Bahnhof Forbach der Westwegmarkierung auf breitem Weg, dann steiler auf steinigem Weg bergab zum herrlich gelegenen Latschigfelsen und weiter auf schönem Fußweg in vielen Kehren ins Gausbachtal und durch den Ort zum Bahnhof (mindestens stündliche Verbindung immer ...40 mit der S- bahn nach Karlsruhe), oder die zweite, etwas anspruchsvollere über die Hohe Schar: dazu biegen wir rechts ab (Radwegmarkierung) und folgen dem Schotterweg hinab bis zu einer scharfen Linkskurve. Hier bei einem weiteren Markierungszeichen, verlassen wir den Schotterweg und laufen geradeaus auf holprigem Grasweg zum nächsten Querweg bei einem Hochstand, biegen scharf links ab und wandern zum nächsten Wegweiser. Wir halten uns links und folgen nun immer der gelben Raute und den Schildern zur Hohen Schar bzw. Langenbrand. Nach 100 Metern halten wir uns links, wenig später rechts und wandern immer dem Zeichen nach hinauf auf den Gipfelkamm der Hohen Schar und weiter auf urigem Pfad über den Felsenkamm zu einem Aussichtspavillon, sehr steil hinab auf einen Schotterweg und auf ihm nach links bis zum nächsten Wegweiser, scharf nach rechts („Fischerweg“) und sofort links auf Holperweg steil hinab auf einen breiten Querweg, auf ihm nach links durch das liebliche Reichental hinab nach Langenbrand und durch den Ort zum Bahnhof. Mindestens stündlich (immer ...46, Stand 2017) fährt von hier die S- Bahn nach Karlsruhe.

 

Neubearbeitung 2007

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