Michael Erle
01.08.2015

Auf dem Kinzigtalradweg, erster Teil

Von Freudenstadt über über Loßburg und Alpirsbach nach Schiltach

In drei Tagen auf dem Kinzigtalradweg von Freudenstadt nach Offenburg

 

Der bestens ausgeschilderte etwa 90 km lange Kinzigtalweg erschließt dem Radwanderer fast das komplette Kinzigtal von der Quelle bei Loßburg bis zum Austritt aus dem Schwarzwald bei Offenburg. Konditionsstarke Radler können die Strecke an einem Tag schaffen, viel schöner ist es allerdings, die Strecke in zwei oder, wie hier vorgeschlagen, in drei gemütliche Tagesetappen zu zerlegen, dann bleibt genügend Zeit, die schönen Orte im Kinzigtal mit ihren Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Da der Radweg ab Loßburg immer parallel zur Bahnstrecke verläuft, kann man natürlich auch eine andere Streckeneinteilung wählen. Besonders empfehlenswert ist eine Dreitagestour mit Zwischenübernachtungen in den wunderschönen Städtchen Schiltach und Haslach.

 

Freudenstadt. Die erste Etappe des Kinzitalradweges ist die technisch etwas anspruchsvollere, insgesamt hat man etwa 300 HM Anstieg (etwa 100 HM steilen Anstieg gleich zu Beginn hinauf zum Kienberg sowie mehrere kürzere Anstiege im Verlauf der Tour) zu bewältigen. Sind Kinder mit von der Partie, sollten sie deshalb schon etwas größer sein und entsprechende Kondition mitbringen. Man kann auch den ersten Abschnitt überspringen und Loßburg als Ausgangspunkt wählen, dann erspart man sich den Steilanstieg zum Kienberg.

 

 

Vom Bahnhof Freudenstadt Stadt aus fahren wir rechts und gleich wieder links, der Radwegmarkierung folgend, in die Moosstraße, links in die Hirschkopfstraße, wo wir die Markierung des Kinzigtal- Radweges aufnehmen, sie wird uns bis zum Ziel begleiten. Wir biegen rechts in die Martin-Luther- Straße, radeln am Marktplatz vorbei, halblinks in die Lauterbachstraße, rechts in die Friedrich- Ebertstraße und, immer den Radwegzeichen (auch Ostwegmarkierung rot/schwarze Raute) nach, steil bergan zum Friedrichsturm auf dem Kienberg (Einkehrmöglichkeit). Bevor wir geradeaus weiterradeln, können wir die Aussicht von der Turmplattform genießen oder uns den Skulpturenweg anschauen. Nun geht es geradeaus durch den Wald, bis sich nach ca. 2 km die Markierungen verzweigen. Hier bleiben wir geradeaus („Loßburg 4,5 km“) bis zum Wegweiser „Nesselkopf“. Der Ostweg verläuft hier weiter geradeaus. Bevor wir dem Radwegzeichen nach links folgen (auch gelbe Raute, „Loßburg“), sollten wir uns nach rechts einen kurzen Abstecher zur 200 m entfernten Großvatertanne gönnen. Der 46 m hohe Baum gilt mit einem Volumen von ca. 36 Kubikmetern als mächtigste Tanne des Schwarzwaldes.

 

Nun geht’s also Richtung Loßburg weiter in rasanter Abfahrt auf breitem Forstweg zum Ortsteil Loßburg- Rodt. Beim nächsten Wegweiser kann man nach rechts einen Abstecher zum Vogtei- Aussichtsturm machen. Ansonsten geht es, immer den Radwegzeichen nach, geradeaus weiter oberhalb von Rodt, dann hinab nach Loßburg zur ehemaligen Lohmühle. Wer schon genug hat, gelangt nach links zum Bahnhof. Ansonsten folgen wir den Zeichen („Alpirsbach 14,5 km“) aus dem Ort, radeln an einer Apfelbaumreihe entlang, biegen dann rechts ab („Alpirsbach 12 km“) und fahren auf schönen Forstwegen bis auf zwei kurze Gegenanstiege sanft bergab. Kurz nach der Eichhaldenhütte knickt unser Weg scharf rechts ab und wir gelangen steil bergab (Vorsicht!) am Eichbrunnen vorbei ins Kinzigtal und weiter parallel zur Kinzig (Alpirsbach 1,5 km“) nach Alpirsbach.

 

Wir fahren durch den Ort am Bahnhof vorbei („Schenkenzell 6,3 km“), queren mehrmals die Bahnlinie, passieren den Ortsteil Rötenbach und steigen, immer den Radwegzeichen nach, etwas bergan zu einem schön gelegenen Bauernhof. Nun folgt eine rasante Abfahrt auf schmaler Straße zum Waldrand (schöner Blick ins Kinzigtal) und weiter hinab nach Schenkenzell. Wir fahren auf der Hauptstraße durch den Ort („Schiltach 4,5 km“), wechseln kurz nach dem Bahnhof auf die linke Straßenseite und folgen den Radwegschildern parallel zur Bundesstraße, vorbei an der Schenkenburg (Einkehrmöglichkeit) und einem Schwimmbad nach Schiltach, der „Stadt des Fachwerks, der Gerber und Flößer“. Immer den Schildern „Altstadt“ nach gelangen wir auf der Straße in den Ort. Wer die Radtour hier abschließen will, biegt bei der ersten Brücke rechts ab und gelangt nach wenigen Metern zum Bahnhaltepunkt Schiltach Mitte.

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