Michael Erle
21.08.2014

Anfahrt mit dem Dampfzug, dann immer an der Alb entlang

Von Bad Herrenalb ├╝ber Ettlingen nach Karlsruhe

In den BNN erschienen am: 21.08.2014

Alljährlich an einem Augustwochenende findet in Bad Herrenalb wie jedes Jahr das Bahnhofsfest statt. An diesen Tagen führen die Ulmer Eisenbahnfreunde Sonderfahrten mit dem Dampfzug durch, so dass sich eine besonders attraktive Anreisemöglichkeit ergibt – der Zug führt einen Extrawagen zum Radtransport mit. Weitere Betriebstage des Albtal- Dampfzuges finden Sie im Internet (s.u.). Die Radwanderung ist sehr abwechslungsreich und ist bis auf eine ganz kurze Steigung und zwei kurze etwas steilere Abfahrten sehr bequem zu fahren, sie eignet sich deshalb hervorragend als Familientour mit Kindern, zumal man parallel zur Albtalbahn fährt und damit an allen Bahnhöfen die Fahrt abkürzen kann. Bis Ettlingen verläuft die Strecke durchweg im Schatten und ist deshalb auch an heißen Tagen zu empfehlen. Der Dampfzug startet in Ettlingen Stadt um 09.40 und 13.40 Uhr (Stand 2017), aus Karlsruhe ist die Anfahrt mit der S1 möglich. Kleinere Radlergruppen können außerhalb der Hauptverkehrszeiten (Mo. bis Fr. ab 9 Uhr) normalerweise auch jede andere Bahn der S1 zum Fahrradtransport nutzen. Als Fahrkarte benötigt man die KVV- Regiokarte, ggf. mit Dampfzuschlag.

 

Wer die Tour ausweiten und die Alb von ihrem Ursprung ab begleiten möchte, dem empfehle ich eine kombinierte Fuß/Radwanderung: in diesem Falle stellt man sein Rad zunächst einmal in Bad Herrenalb ab, steigt beim Bahnhof in den Gaistalbus 113, fährt bis zur Talwiese, läuft zum Albursprung und dann talabwärts zurück nach Bad Herrenalb. Weitere Einzelheiten findet man im 24.5.2006 veröffentlichten Wandertipp.

 

 

Wenn wir beim Bahnhof Bad Herrenalb ausgestiegen sind, nehmen wir die Markierung des Albtalwanderweges (auch Graf- Rhena- Weg genannt), die blaue Raute, auf (Ettlingen 19,5km“), sie wird bis Ettlingen unsere Wegweiser sein. Auf dem Albtalwanderweg kommt man zwar nicht ganz so schnell voran wie auf dem Radweg rechts der Alb, er ist aber landschaftlich viel interessanter und abwechslungsreicher und dabei breit genug, um sowohl Radfahrer als auch Fußgänger aufzunehmen, trotzdem bitte ich auf Wanderer besondere Rücksicht zu nehmen. Wir radeln durch den Kurpark zur Straße, links durch den Ortsteil Kullenmühle, biegen beim Ortsende rechts ab („Ettlingen 1km“), fahren an einer sehr instruktiven Hinweistafel für das Naturschutzgebiet Albtal und einem Bannwaldgebiet vorbei und gelangen bald nach Frauenalb. Unmittelbar vor der Klosterruine (sie lohnt eine eingehende Besichtigung!) biegen wir links und gleich wieder rechts ab und müssen nun die einzige kleinere Steigung unserer Radtour bewältigen. Immer der blauen Raute nach treffen wir kurz vor Marxzell auf die Straße. Hier steht ein Gedenkstein für den Erzherzog Karl, der 1796 mit österreichischen Truppen durch das Albtal zog, um gegen das französische Heer zu kämpfen.

 

Wir fahren auf der Straße 150m bergab. Wenn man nicht in Marxzell das Verkehrsmuseum besuchen will, bleibt man bei der Straßenkurve geradeaus und folgt weiterhin der blauen Raute („Ettlingen 12km“). Bald fällt unser Blick auf den Gertrudenhof auf der anderen Talseite, kurze Zeit später gelangen wir zu einem Sägewerk. Wir überqueren die Straße und über eine schmale Brücke die Moosalb. Bei der nächsten Wegkreuzung können wir zu Fuß einen kleinen Abstecher zum 250m entfernten Tote- Mann- Stein (er erinnert an einen Wilderer, der hier umkam) machen. Weiter geht’s der Albtalmarkierung nach rechts auf einen ebenen Schotterweg. Bald treffen wir bei einer vielbesuchten Quelle auf ein "Heuweg" genanntes Sträßchen. Wir radeln auf ihm ein Stückchen geradeaus, fahren nach der Brücke rechts weiter und folgen nun wieder der blauen Raute durch einen Wald, an der Spinnerei vorbei und den Schienen entlang zum Albgaubad Ettlingen (je nach Saison Bademöglichkeit im Freibad bzw. Hallenbad, S- Bahn- Haltestelle).

 

Weiter geht's geradeaus auf der Schöllbronner Straße und Leopoldstraße durch die Altstadt, beim Erbprinz rechts in die Rastätter Straße und gleich wieder links auf der Mühlenstraße, nun wieder an der Alb entlang. Wir folgen den Radwegschildern "Karlsruhe über Rüppurr" immer geradeaus unter der neuen B3 und der Autobahn hindurch durch das Naturschutzgebiet "Salmenwiesen", in dem man meist einige Graureiher beobachten kann, orientieren uns dann an den Schildern "Radfernweg nach Karlsruhe", bis wir bei der Franziskuskirche auf die Nürnberger Straße treffen. Nun können wir wahlweise nach rechts nach Weiherfeld, geradeaus nach Beiertheim oder rechts durch den Oberwald nach Durlach bzw. Wolfartsweier weiterfahren.

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