Michael Erle
18.09.2002

Hesse, Hirsau und Hohennagold

Radtour durchs Nagoldtal ├╝ber Calw nach Pforzheim

In den BNN erschienen am: 18.09.2002

Ein Höhepunkt unserer heutigen Radwanderung ist das Städtchen Calw an der Nagold. Dieses Jahr gibt es einen besonderen Anlass, den schmucken Ort zu besuchen: vor 125 Jahren wurde hier Hermann Hesse geboren, und mit einem großen Angebot kultureller Veranstaltungen ehrt die Stadt den großen Dichter in den folgenden Wochen (Informationen unter Tel. 07051-96880). Darüber hinaus liegen unzählige weitere Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, deshalb sollte man genug Zeit einplanen oder die Tour in mehrere Etappen einteilen, was sich leicht machen lässt, da man immer parallel zur Bahnstrecke fährt. Bis auf eine Steigung von ca. 1km Länge verläuft die Route im Tal und weist nur geringe Höhenunterschiede auf, meist befindet man sich auf Teer- oder Schotterwegen abseits der Straße. Auch bei sommerlichem Wetter ist die Tour zu empfehlen: Ein Großteil der Strecke verläuft durch schattigen Wald, und wenn es einem gar zu heiß werden sollte, kann man sich mit einem erfrischenden Bad in der Nagold abkühlen.

 

 

Vom Bahnhof aus werfen einen Blick auf hoch über dem Ort liegende Ruine Hohennagold, laufen auf dem Fußweg ein paar Meter hinab, überqueren die Kreuzung, fahren auf der Bahnhofstraße bei der nächsten Ampel rechts in die Marktstraße und auf der B 463, bis wir nach 1km auf die Radwegmarkierung stoßen. Die meist gute Beschilderung des „Heidelberg- Schwarzwald- Bodensee- Radweges“, später auch „Nagoldtalweg“ genannt, wird uns bis zum Ziel begleiten.

 

Leicht bergan radeln wir nach Emmingen und weiter auf der Wildberger Straße, immer in leichtem Auf und Ab, nach Wildberg. Hoch auf einem steilen Berg liegt der sehenswerte alte Ortskern. Wir umfahren ihn in einem Linksbogen auf der Straße, verlassen wieder die Straße, kommen am Bahnhof vorbei und fahren auf dem schönen, etwas holprigen Uferweg an der Nagold entlang, dann geradeaus weiter durch ein Werksgelände und auf schattigem Weg durch das urwüchsige Flusstal zum Gasthof Talmühle. Von hier ist mit einem kleinen Abstecher nach links das Schaubergwerk Neubulach zu erreichen. Weiter geht’s nach Kohlerstal und nun etwas anstrengend ca. 1km durch den Wald bergauf zu einem Rastpatz. Auch hier lohnt ein kleiner Abstecher, nämlich nach rechts zur herrlich gelegenen Ruine Waldeck. Wir fahren hinab zur Station Teichnach, ein Stück auf, dann links neben der Straße an Kentheim vorbei (sehenswert die St. Candiduskirche) nach Calw.

 

Wir laufen, uns immer geradeaus haltend, durch die Fußgängerzone der hervorragend restaurierten Altstadt, statten evtl. der Nikolauskapelle oder dem sehenswerten Hermann Hesse- Museum einen Besuch ab, fahren am „Kaufland“ vorbei, bleiben beim Ortsausgang geradeaus („Pforzheim 22km“) und gelangen wenig später nach Hirsau. Bei den ersten Häusern biegen wir rechts ab und radeln über die Brücke zur Bundesstraße und auf ihr nach links zur nächsten Verzweigung. Wer gleich weiter will, biegt hier rechts ab („Pforzheim 19km“). Hat man genügend Zeit, sollte man sich unbedingt einen Abstecher nach links zur sehenswerten Ruine des ehemaligen Klosters Hirsau gönnen. Weiter geht’s in leichtem Auf und Ab auf schönen Wegen, bald mit Blick auf die Burg Liebenzell, hinab in den Thermalkurort Bad Liebenzell.

 

Wir fahren vor dem Bahnhof links über die Gleise, sofort wieder rechts und radeln zur Siedlung Monbachtal, biegen zweimal links ab und fahren auf gemütlichem Talweg unter der imposanten eisernen Eisenbahnbrücke bei Unterreichenbach durch, an einem ehemaligen Steinbruch vorbei und ein Stückchen auf einem Waldweg (gleichzeitig Naturlehrpfad). Bald wechseln wir wieder die Talseite und radeln am Bahnhof Weißenstein vorbei, nun immer der Radwegmarkierung „Zentrum“ nach, durch Weißenstein, biegen bei der sehenswerten Steinernen Brücke links ab und fahren, immer den parallel zur Nagold, durch Pforzheim am Reuchlinhaus vorbei (in ihm das berühmte Schmuckmuseum) bis zur Nagoldmündung und gelangen links über die Enzbrücke zurück zum Hauptbahnhof.

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