Michael Erle
14.05.2020

Durchs liebliche Maisenbachtal

Von Marxzell durchs Maisenbachtal und über Rotensol und Frauenalb zurück nach Marxzell

In den BNN erschienen am: 14.05.2020

 

Das Maisenbachtal gehört zu dem großen Naturschutzgebiet „Albtal und Seitentäler“. Bei der Maisenbachmühle fließen der Dorfbach und der Holzbach zusammen und bilden den Maisenbach, der bei Marxzell in die Alb mündet. Neun von der Wasserkraft betriebene Mühlen, eine Ölmühle und acht Sägmühlen, verrichteten in den Tälern über viele Jahrhunderte ihre Arbeit. Das Sägewerk Jäck war als einzige Sägmühle noch bis 2017 in Betrieb, dann wurde auch sie geschlossen, womit eine lange Industrietradition zu Ende ging. Das Naturerlebnis steht bei dieser Wanderung im Vordergrund, schöne Wald- und Forstwege und urige Waldpfade wechseln sich ab. Da sich die 350 Anstiegshöhenmeter auf eine lange Strecke verteilen, ist die Tour wenig anstrengend. Sie verläuft meist im schattigen Wald und empfiehlt sich daher auch für warme sonnige Tage. Mehrere zünftige Einkehrmöglichkeiten sowie einige Sehenswürdigkeiten wie die Klosterruine Frauenalb oder der Bismarckstein bringen zusätzliche Abwechslung, und im Zielort Marxzell kann die Wanderung mit einem Besuch des Verkehrsmuseums einen würdigen Abschluss finden.

 

 

 

Beim Bahnhof halten wir uns rechts und folgen den Wanderwegweisern „Maisenbachsteg“ und der blauen Raute nach rechts über eine Treppe zur Straße auf ihr nach rechts am Verkehrsmuseum vorbei , biegen in die zweite Straße links ab Richtung Schielberg und halten uns 300 m weiter schwach links ab. Ein wunderschöner Pfad, später Waldweg führt uns durch das idyllische Maisenbachtal. Wir bleiben immer geradeaus zum Wegweiser „Oberes Maisenbachtal“ und nehmen nun die gelbe Raute auf („Maisenmühle 1,2 km“). Auf der Höhe der Maisenmühle streifen wir kurz die Straße und marschieren bald etwas kräftiger bergan. Beim Wegweiser „Mühlenweg“ geht es halbrechts weiter zum „Bergschmiedehang“ und von dort geradeaus zum „Igelsbrunnenteich“, wo wir wieder auf die blaue Raute treffen. Ihr folgen wir scharf links („Neusatzer Höhe 1,4 km“) zu einem Pavillon, gehen an ihm rechts vorbei und biegen 50 m weiter links ab (Achtung: leicht zu übersehen!) auf einem schönen Waldpfad bergan zum Wegweiser Neusatzer Höhe.

 

Hier schwenken wir nach rechts und folgen der gelben Raute auf schönem Waldrandweg zum Wegweiser Rotensoler Heide. Von hier erreichen wir das Gasthaus Lamm in Rotensol mit einem kurzen Abstecher nach links und dann rechts auf der Straße (von hier auch Busverbindung nach Bad Herrenalb). Ansonsten geht es geradeaus weiter, immer der gelben Raute und den Schildern „Frauenalb“ nach: über eine Straße, dann rechts und gleich wieder links ab auf holprigem Fußpfad bergab, dann rechts auf steinigem Waldweg an einem Aussichtspunkt vorbei und schließlich auf einem Forstweg und Waldpfad hinab nach Frauenalb.

 

Nach Überquerung der Albtalstraße können wir die Wanderung abkürzen und mit der S- Bahn wieder zurückfahren. Wenn wir noch weiter wollen, und laufen über die Albtalbrücke mit einem sehr schönen St.- Nepomuk- Denkmal am Gasthof „König von Preußen“ vorbei zur Klosterruine Frauenalb. Kulturgeschichtlich Interessierte werden sich sicher nicht die Besichtigung des eindrucksvollen Bauwerks entgehen lassen. Ein paar Meter weiter treffen wir auf den mit blauer Raute markierten Albtalweg und folgen ihm Richtung Marxzell ein Stück bergan zum nächsten Wegweiser, wo wir uns entschieden müssen: entweder halbrechts bergab der blauen Raute nach auf dem bequemen Albtalweg („Marxzell 3,5km“) , oder wir wählen – etwas Trittsicherheit vorausgesetzt - den ansteigenden Weg (gelbe Raute, „Klostersteig 0,2 km“), biegen nach 200 m rechts ab („Bismarckstein 0,8 km“) und wandern auf wunderschönem Waldpfad und Waldweg zum Bismarckstein (er wurde in Bismarcks Todesjahr 1898 erreichtet) und weiter der gelben Raute nach auf holprigem und schmalem Pfad hinab ins Albtal. Nun geht’s auf dem Albtalwanderweg weiter (blaue Raute, „Marxzell 1,8 km“), vorbei am Gedenkstein für Erzherzog Karl, der 1796 mit den österreichischen Truppen durch das Albtal zog, zur Straße und auf ihr, zum Schluss der gelben Raute folgend, nach Marxzell zurück zum Bahnhof.

 

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