Michael Erle
09.01.2015

Vom Großbauern zum süßen Winkel

Winterliche Familienwanderung durch die Streusiedlungen um St. Georgen

Die Gemeinden der Wintersportregion „Ferienland“ unterhalten im Winter nicht nur ein dichtes Loipennetz, sondern auch für die Fußgänger einige gebahnte Winterwanderwege. So ist es auch im Hochwinter möglich, den Schwarzwald per pedes zu erkunden. Man muss allerdings einkalkulieren, dass nach heftigen Schneefällen erst die wichtigen Straßen und Versorgungswege geräumt werden und nicht alle Wege gleichzeitig präpariert werden können. Im Zweifelsfall sollte man über die Wege- und Schneeverhältnisse bei der Tourist- Information St. Georgen Auskunft per Telefon (07724/87194) oder im Internet (s.u.) einholen, dort erhält man auch eine sehr gute und informative Wintersportkarte. Man beachte bitte, dass der Untergrund stellenweise glatt sein kann, deshalb sollte man nur mit hohen Schuhen mit gutem Profil und am besten auch mit zwei Stöcken und evtl. Spikes für die Schuhsohlen unterwegs sein. Die Wanderung verläuft großenteils auf Wirtschaftswegen, die meist von Markierungsstangen gesäumt sind, und eignet sich auch gut als Familientour mit konditionsstarken Kindern, krönender Abschluss könnte dann ein Besuch des Hallenbades in St. Georgen sein.

 

 

Wir fahren mit der Schwarzwaldbahn (ab Karlsruhe Hbf. stündlich immer ...09) bis zum Startpunkt St. Georgen. Als Fahrkarte kommt das Baden- Württemberg- Ticket in Frage. In der Bahnunterführung halten wir uns links, gehen rechts zum Wegweiser, wählen links den ansteigenden Fahrweg und folgen der gelben Raute und den Schildern „Groß- Bauer- Linde“ zum Gasthof Großbauer Linde (Einkehrmöglichkeit). Hier treffen wir auch auf die blauen Winterwanderwegschilder, sie werden uns heute den Weg weisen. Wer abkürzen will, geht geradeaus Richtung Untertal weiter. Ansonsten biegen wir links ab („Vogelloch 0,8km), laufen durch Wald und aussichtsreich durch über Felder, biegen beim Vogelbauern scharf rechts ab und gelangen zum Vogelloch. Nun geht’s rechts weiter auf dem Stockwaldtalweg („Untertal 0,9km“) zur Bushaltestelle Großbauer bei einem kleinen Teich (hierher auch auf der Abkürzung), nun links ab Richtung Obertal mit schönen Ausblicken auf die Streusiedlungen des Stockwald. Bald kreuzen wir einen Fernwanderweg, biegen bei der Siedlung Dreihäusle rechts ab („Schwanenhöhe 1km“) und marschieren auf einem Sträßchen an der Siedlung Schwanen vorbei bergan zur Schwanenhöhe oberhalb des „Süßen Winkels“.

 

Wer abkürzen will, kann geradeaus direkt nach St. Georgen zurücklaufen. Ansonsten biegen wir links ab („Im Tal 1,8km“), wandern auf einem breiten Forstweg durch den Wald, bleiben bei den nächsten Verzweigungen bei der Siedlung Allmendbühl geradeaus (Richtung „Bösinger Winkel“) und marschieren auf schönem Weg am Waldrand entlang, dann ein Stück in den Wald, wo wir rechts abbiegen („St. Georgen 2,5km“) und nach kurzem Anstieg die Aberleshöhe erreichen. Wenig später verzweigt sich die Winterwegmarkierung. Wir wählen den rechten Weg („Bahnhof 1,7km“), biegen 600m weiter scharf links ab und gelangen zu den ersten Häusern von St. Georgen. Immer geradeaus bleibend steigen wir auf dem Schwanenweg bergab (Vorsicht bei Glätte!) und gehen nach rechts am Wegweiser vorbei („Bahnhof 0,6km“) zum Bahnhof. Hier haben wir ungefähr stündliche Verbindung zurück nach Karlsruhe.

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