Ein Felsenmeer hoch über dem Neckartal
Von Heidelberg- Schlierbach über Ziegelhausen und die Neckarhalde nach Neckarsteinach
Eine besondere Attraktion des heutigen Wandertipps ist das zwischen Ziegelhausen und Neckarsteinach gelegene Naturschutzgebiet Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde. Trittsichere Wanderer werden sicher ihre helle Freude an dem Steig haben, der sich durch das Gelände zwischen den mächtigen Felsenriegel und dem Steilhang der Neckarhalde hindurchschlängelt. Wer sich den Steig nicht zutraut, kann eine leichtere Variante wählen, sie empfiehlt sich auch bei nasser Witterung oder Schneelage. Anschießend windet sich unser Weg durch das Felsenmeer am Jägerfelsen. Die unzähligen wirr übereinander liegenden Felsbrocken waren bei unseren Vorfahren beliebt, könnten sie doch die frei herumliegenden Blöcke nach Bedarf aussuchen und zum Bau von Häusern und Befestigungsanlagen bearbeiten. Ein weitere Highlight ist die hoch über dem Neckartal gelegene Ruine Hinterburg. Wer genügend Zeit mitgebracht hat, kann die Wanderung im Zielort Neckarsteinach mit einem Bummel durch die schmucke Altstadt stilvoll abrunden. Als Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt kommt das Baden- Württemberg- Ticket oder das BWTarif- Ticket infrage.
Wanderung: Von Heidelberg-Schlierbach über Ziegelhausen, Sandsteinbruch, Jägerfelsen, Am Ruhstein und Brunnenbergquelle nach Neckarsteinach
Streckenlänge und Zeitbedarf: 12 km (etwa 3 ¼ Stunden); Kürzungsmöglichkeit
Anforderungen: der Steig durch den ehemaligen Steinbruch erfordert gute Trittsicherheit, kann aber leichter umgangen werden; ansonsten mittelschwere Wanderung mit insgesamt ca. 350 HM An- und Abstieg
Sehenswürdigkeiten: Neckarhalde mit ehemaligem Steinbruch; Jägerfelsen; Neckarsteinach mit Hinterburg, Kunstpfad und Altstadt
Einkehrmöglichkeit: erst in Neckarsteinach!
An- und Rückfahrt mit ÖPNV: ab Karlsruhe Hbf. mit der S- Bahn bis Heidelberg Hbf. und weiter mit der S- Bahn bis Schlierbach- Ziegelhausen; Rückfahrt ab Neckarsteinach mit der S- Bahn über Heidelberg. Vor der Anfahrt sollte man sich über die Abfahrtszeiten und evtl. Fahrplanänderungen informieren.
Kartenempfehlung: Wanderkarte 1:20000 des Naturparks Neckartal-Odenwald, Blatt 12 (beste Karte); Freizeitkarte 1:50000 des LGL BW, Blatt 513; Kompass Wanderkartenset 827
Weitere Informationen: Im Internet unter www.heidelberg.de; www.neckarsteinach.de; www.efa-bw.de (Fahrplanauskunft)
Vor dem Bahnhof wenden wir uns nach rechts, gehen links über die Neckarbrücke nach Ziegelhausen und folgen nun für die nächste Zeit dem roten „R“: links in die Kleingemünder Straße und nach der Kirche zweimal rechts in die Schönauer Straße. Nun geht*s stetig bergan aus dem Ort, aussichtsreich weiter und nach der nächsten Verzweigung hinab ins Bärenbachtal, das wir in einem Rechtsbogen queren. Immer unserem Zeichen nach marschieren wir auf einem Forstweg bis zum Beginn der Neckarhalde. Nach etwa 1km, beim Schild „Naturschutzgebiet“, zweigt ein unmarkierter Pfad halbrechts ab. Wenn wir die einfachere Variante wählen, bleiben wir geradeaus, folgen weiterhin dem roten „R“ oberhalb der Buntsandsteinfelsen und lesen beim nächsten Absatz weiter. Trockenes Wetter und Trittsicherheit vorausgesetzt, können wir stattdessen dem abzweigenden Pfad folgen: Er verläuft über Stock und Stein immer parallel zur Felsenwand und mündet schließlich in einen Forstweg. Auf ihm marschieren wir nach links bis zur nächsten Verzweigung, biegen scharf links ab und folgen nun wieder dem roten „R“.
Weiter geht’s auf breitem Forstweg durch die Geröllhalden des Jägerfelsens zur nächsten Verzweigung, wo wir uns scharf links halten und nun dem Zeichen blauer Strich folgen. Bald queren wir wieder bei einem großen Steinmann das Felsenmeer, biegen bei der nächsten Abzweigung scharf links ab und nehmen die Markierung gelbe „4“ auf. Wir queren zum letzten Mal die Felsenhalde und wandern immer der „4“ nach auf gemütlichen Forstwegen bis zur Wegspinne „Am Ruhstein“ mit kleiner Schutzhütte. Wir halten uns schwach links und schwenken in den „Unteren Steingatterweg“ ein, er ist mit „NS4“ markiert. Die alten Grenzsteine zeigen uns, dass wir uns auf dem alten Grenzweg zwischen Baden und Hessen befinden. Nach 400m weist die Markierung nach rechts. Wenn wir abkürzen wollen, marschieren wir dem Zeichen „NS4“ nach auf breitem Forstweg bergab, bis wir nach 1,2km auf die Markierung gelbe „2“ treffen, folgen ihr nach rechts bergab und lesen im nächsten Absatz weiter. Wenn wir die kleine Schleife zur Brunnenbergquelle mitnehmen wollen, bleiben wir geradeaus und sto0en nach gut 100m auf einen großen Markierungsstein. Hier biegen wir rechts ab Richtung „Schönau“ und wandern auf breitem Weg bergab zum nächsten Markierungsstein, halten uns scharf rechts (blau/grüne Markierung des Hugonotten/Waldenserpfades), 100m weiter bei der nächsten Verzweigung halbrechts und folgen nun dem Zeichen gelbe „2“ auf gemütlichem Forstweg zu einem kleinen Rastplatz bei der Brunnenbergquelle und weiter bis zur nächsten Kreuzung.
Weiter geht’s der gelben „2“ nach auf schönem Pfad und breitem Forstweg zur Hinterburg. Bevor wir weitermarschieren, sollten wir uns ein wenig Zeit zur Besichtigung der imposanten Burgruine nehmen und die herrliche Aussicht auf Neckarsteinach und das Neckartal genießen. Anschließend marschieren wir den Markierungen nach (auch ein Kunstpfad mit mehreren Skulpturen) an der Mittelburg vorbei auf einem Fußweg dem roten „R“ hinab nach Neckarsteinach, durch den Ort, biegen nach der Steinachbrücke rechts ab und laufen immer geradeaus zum Bahnhof.