Michael Erle
11.05.2006

Zur Burg Hohengeroldseck

Von Biberach hoch über dem Kinzigtal nach Gengenbach

In den BNN erschienen am: 11.05.2006

Sowohl mit herrlichen Landschaftsbildern als auch mit sehenswerten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten kann die heutige, zu jeder Jahreszeit empfehlenswerte Wanderung aufwarten, so die Ruine der im 13. Jahrhundert gebauten und 1689 von den Truppen Ludwigs XIV. zerstörten Burg Hohengeroldseck, das älteste Gasthaus Deutschlands oder die ehemalige Reichsstadt Gengenbach mit ihrer beeindruckend restaurierten Altstadt. In der Adventszeit verwandeln sich die Fenster des Rathauses zum größten Adventskalender der Welt. Auf dem Weg können wir auch das neue, gut gelungene Markierungssystem des Schwarzwaldvereins kennenlernen: Ausführliche Wegweiser leiten den Wanderer und verbinden alle wichtigen Kreuzungen und Zielpunkte. Die Anfahrt überlassen wir am besten der Bahn: Wir fahren ab Karlsruhe Hbf. mit dem (I)RE (ab 8.09 Uhr stündliche Verbindung, Stand 2017) bis Offenburg und weiter mit der Regionalbahn bis Biberach im Kinzigtal. Als Fahrtkarte eignet sich das preisgünstige Baden- Württemberg- Ticket.

 

 

Vom Bahnhof Biberach aus gehen wir nach links, wo wir schon unsere Markierung, die gelbe Raute, sehen. Wir laufen links durch die Unterführung, auf der Bahnhofstraße am Narrenbrunnen vorbei, beim Stopschild links ("Burg Hohengeroldseck 6,5 km") und 100 Meter weiter rechts auf dem Strandbadweg über die Kinzigbrücke, links und gleich wieder rechts durch eine Straßenunterführung, halten uns rechts und gelangen über die Bundesstraße zu einem Steinbruch. Nun geht's nach rechts und gleich wieder links weiter, wir folgen immer der gelben Raute und den Wegweisern Richtung Hohengeroldseck auf schönem Weg bergan, vorbei am Karl- Knauer- Pavillon, genießen die Ausblicke auf das Prinzbachtal und gelangen zu einem Sattel mit Wegkreuz. Wir laufen ein Stück auf einem Teersträßchen, biegen scharf links ab, steigen auf einem ziemlich steilen Fußweg bergan und können bald einen Blick auf unser nächstes Ziel, die Burg Hohengeroldseck, werfen.

 

Immer den Schildern und der Markierung folgend kommen wir bald zur Straße und laufen auf ihr vorbei am Gasthaus "Löwen", das seit dem Jahre 1231 existiert und damit das älteste Gasthaus Deutschlands ist, bis zur nächsten Kreuzung mit Wegweiser. Hier treffen wir auf die Markierung des Kandelwegs (weißes K in roter Raute), folgen ihr ein Stückchen nach rechts, biegen bei der "Vesperstube" (Einkehrmöglichkeit) links ab und steigen, nun wieder der gelben Raute nach, auf einem Fußweg im Zickzack hinauf zur Burg Hohengeroldseck. Hier sollten wir uns ein wenig Zeit nehmen, die imposante und gut restaurierte Burganlage zu besichtigen und vom Bergfried die schöne Aussicht zu genießen, bevor wir uns auf den Weiterweg machen. Wir laufen auf dem breiten Weg um die Burg herum, biegen rechts ab und laufen an der Burgwirtschaft vorbei zum Geroldseck. Wir bleiben geradeaus und folgen wieder ein Stückchen der Kandelwegmarkierung durch die schön gelegene Streusiedlung. Bei den letzten Häusern biegen wir rechts ab und folgen nun wieder der gelben Raute ("Gengenbach 13km"), sie wird uns bis kurz vor dem Ziel Wegweiser sein.

 

Auf einem aussichtsreichen bequemen Höhenweg gelangen wir bei "Schönwasen" zum nächsten Wegweiser. Hier wählen wir die linke Variante ("Gengenbach 10,0km") und wandern auf einem schönen Fußpfad, dabei einmal einen Waldweg querend, zur Guttahütte beim Rebmesserstein (an Sonn- und Feiertagen bewirtschaftet). Wer’s bequem haben will, biegt rechts ab („Gengenbach 6,5km“) und folgt der gelben Raute auf etwas eintönigem Weg zum Ziel. Anstrengender, aber schöner und interessanter ist der Weg geradeaus ("Gengenbach 6,5km"). Wir überwinden zwei Steilstufen, biegen, der gelben Raute folgend, links ab und gelangen bald auf den Gipfel des 600 Meter hohen Steinfirst. Ein großer Steinmann markiert den höchsten Punkt unserer Wanderung. In der Folge bleiben wir bei allen Wegweisern geradeaus und wandern auf einem Bergrücken allmählich wieder bergab, bis sich bei einem Fernsehumsetzer ein herrlicher Blick auf das Kinzigtal, die Stadt Gengenbach und die Berge Mooskopf und Brandenkopf auftut. Wir laufen auf schmalem Weg steil bergab, biegen beim nächsten Wegweiser rechts ab ("Gengenbach 3km") und gelangen bald hinab ins Tal. Zum Schluss geht's wieder der Kandelwegmarkierung nach, wir biegen rechts ab, gelangen an einem Badesee und den Resten eines Brennofens aus der Römerzeit vorbei, laufen über die Kinzigbrücke, biegen gleich nach dem Bahnübergang links ab und gehen parallel zu den Gleisen zum Bahnhof Gengenbach. 16.51, 18.51 und 20.51 Uhr besteht direkte Verbindung nach Karlsruhe, bei den anderen Zügen muss man in Offenburg umsteigen.

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