Michael Erle
22.10.2009

Zur Klosterruine Allerheiligen

Vom Ruhestein (oder als Zweitagestour von Sand) über den Schliffkopf ins Renchtal

In den BNN erschienen am: 22.10.2009

Achtung: Der Mummelseebus 245 fährt seit Juni 2012 nur noch Di – So und nur noch nach Winterfahrplan!

 

Höhepunkte unserer heutigen langen, aber abwechslungsreichen Wanderung im Nordschwarzwald sind die Allerheiligen- Wasserfälle mit der benachbarten Klosterruine Allerheiligen (das 1196 gegründete Prämonstatenserkloster wurde 1804 durch Blitzeinschlag zerstört) und – nun auch im wörtlichen Sinne- der Gipfel des 1055m hohen Schliffkopfes, er zählt zu den schönsten Aussichtsbergen und liegt in einem der ältesten Naturschutzgebiete des Schwarzwaldes, dem Quellgebiet von Acher und Murg. Unseren Ausgangspunkt erreichen wir mit dem Linienbus. Besonders günstig ist folgende Wochenendverbindung: ab Karlsruhe Hbf. 9.04 mit dem IRE bis Baden- Baden, weiter mit dem Bus 245 zum Mummelsee und anschließend mit dem Freizeitbus F2 bis Ruhestein.

 

 

Die Wanderung lässt sich auch zu einer wunderschönen Zweitagestour erweitern: dazu fährt man mit dem Bus 245 ab Baden- Baden bis zur Haltestelle Sand und folgt immer der Westwegmarkierung rote Raute über Hundseck, Hochkopf, Unterstmatt, Hornisgrinde, Mummelsee und Seibelseckle zur gemütlichen Darmstädter Hütte, übernachtet hier (telefon. Vorbestellung unter 07842-2247) und marschiert am nächsten Tag auf dem Westweg am Wildseeblick vorbei zum 3km entfernten Ruhestein.

 

Von der Haltestelle Ruhestein aus können wir nun den Schliffkopf auf direktem Weg erreichen, indem wir der Westwegmarkierung rote Raute folgen („Schliffkopf 3,5km“). 3 km weiter, aber interessanter ist die mit gelber Raute markierte Variante („Bärenstein 0,8km“): nach wenigen Metern treffen wir auf die Sprungschanzenanlage und laufen zwischen den Zäunen hindurch und auf wunderschönem Pfad unter den Felsen des Bärenstein vorbei zur Melkenhütte und weiter auf breitem Schotterweg, streifen einen Skihang (nach 100m links halten!), genießen die schönen Ausblicke und gelangen und Wegweiser Roter Schliff. Wir biegen scharf rechts ab („Schliffkopf 2km“), wandern nun etwas bergan, queren die Schwarzwaldhochstraße und treffen wenig später beim „Hübschen Platz“ auf die Westwegmarkierung. Ihr folgen wir nach links auf eindrucksvollem Hochmoorweg an einem Gedenkstein vorbei zum aussichtsreichen Gipfel des Schliffkopfes.

 

Nun wird die blaue Raute unser Wegweiser („Allerheiligen 3,5km“). Abwechselnd auf steinigen Fußwegen und Forstwegen wandern wir teilweise steil bergab zur Klosterruine Allerheiligen (Einkehrmöglichkeit im Klosterhof, am Wochenende von Mai bis Anfang November Busverbindung zum Bahnhof Oppenau). Ein kleines Museum bringt uns die Geschichte des Klosters näher. Wir marschieren talabwärts (blaue Raute, „Oppenau 9km“) und treffen bald auf die berühmten Allerheiligen Wasserfälle. Die früher unzugänglichen Fälle wurden 1840 durch einen inzwischen gut versicherten Steig erschlossen. Auf ihm steigen wir über viele Stufen neben den eindrucksvollen Fällen hinab und marschieren weiter der blauen Raute nach Richtung Oppenau auf schönen Pfaden talabwärts bis zum Wegweiser „Haus Wasserfall“. Wir biegen rechts ab („Braunberg 1,8km“), laufen am „Haus Wasserfall“ (Einkehrmöglichkeit) vorbei zur Straße (letzte Kürzungsmöglichkeit mit dem Bus), auf ihr 100m nach links, dann rechts ab und, immer dem Zeichen nach, bergan auf zunächst breitem Forstweg, später schmalem, steilem und teilweise verwachsenem Pfad zum Wegweiser „Braunberg“. Nun geht’s nach links weiter zum Wachtschrofen, einem wunderbaren Ausssichtspunkt. Wir laufen rechts am grünen Haus vorbei („Pilatusfelsen 1,6km“) und wandern auf abwechslungsreichen Wegen und urigen Pfaden zum Pilatusfelsen. Beim Felsen halten wir uns rechts („Hubacker 3,0km“) und wandern auf schönem Pfad teilweise steil bergab, kreuzen zwei Forstwege (Achtung: teilweise fehlen Markierungszeichen), biegen beim nächsten Wegweiser links ab („Hubacker 2,5km“) und marschieren auf breiten gemütlichen Wegen, immer den Zeichen nach, hinab zur Straße und weiter zum Haltepunkt Hubacker der Renchtalbahn. Je nach Zeitpunkt haben wir mit dem Bus oder der Bahn bis zum späten Abend Verbindung nach Appenweier und von dort mit dem (I)RE zurück nach Karlsruhe.

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